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Pilger, russisch-orthoxe Juden u.a.- 19. Juni

Nun sind unsere Pilger aus Ecuador seit einigen Tagen wieder in ihr Land zurückgekehrt. Insgesamt kann ich sagen, daß es eine fruchtbare Zeit war: der Abschied war sehr herzlich und vielen Pilgern fiel es nicht leicht, sich vom Heiligen Land und von uns zu trennen. In der Tat sind wir zum Schluß doch zu einer geistlichen Familie zusammengewachsen, wenn auch nicht so intensiv, wie das bei der letzten Pilgergruppe aus Ecuador der Fall gewesen war.
Wir haben uns in der Reflexion Gedanken darüber gemacht, warum dies so war um so die richtigen Schlußfolgerungen zu ziehen. Das Ergebnis unsere Überlegungen war, daß eine Gruppe von 35 Teilnehmer für Exertitien im Heiligen Land doch ein bißchen zu groß ist. Es sind zu viele organisatorische Umstände, welche die Zeit für die notwendigen Meditationen mindern. Dann haben wir auch gemerkt, daß einige diese Pilgerreise wohl nicht genügend als Exertitien verstanden haben, sodaß die Motivation etwas anders war. Hinzu kommt, daß das fortgeschrittene Alter die Anstrengungen der Pilgerreise (Fußmärsche , Hitze usw.) nicht so gut verkraften. Deshalb werden wir die Zahl für die vorgesehene Oktobergruppe auf 20 Teilnehmer beschränken und die Pilger den Sinn dieser besonderen Exertitien im Heiligen land noch mehr vermitteln.
Unbeschadet von diesen Überlegungen bin ich dem Herrn sehr dankbar wie diese Pilgerreise verlaufen ist. Aufällig war die Hörbereitschaft bei den Vorträgen, die Sammlung bei der Heiligen Messe, daß ruhige Verhalten der Pilger und ihre Einfachheit. Sehr angenehm war Pater Nelson als priesterlicher Begleiter, mit dem eine sehr gute Kooperation stattgefunden hat. Sehr schön war bei ihm zu sehen, wie er den liturgischen Reichtum hier in Jerusalem genossen hat, und auch seine eigene würdige Zelebration. Ich hoffe, daß diese Pilgerreise auch dazu diente, den Impuls "Quebrar la Vara del Violento" (Gebetsaktion für Ecuador) zu stärken und das persönliche Glaubensleben zu vertiefen
Eine Aufgabe ganz eigener Art entfaltet sich mit den russisch-orthodoxen Juden. Sie kommen nun regelmäßig zu uns und ich gebe ihnen geistliche Lehre. So entstehen geistliche Vorträge die vom Englischen ins Russische übertragen werden. Bei unseren neuen Freunden lerne ich kennen wie interessiert sie an geistlichen Fragen sind. Sie sprechen sehr gerne über den Glauben und über Gott mit viele Fragen und Kommentaren. Besonders empfänglich sind sie für die Vaterbotschaft und verehren die Gottesmutter sehr. Manche Marienerscheinungen kennen sie besser als wir und man spürt bei ihnen keinerlei Vorbehalte gegenüber der katholischen Kirche. Jetzt wollen sie auch das Abba-Offizium beten und darüber freuen wir uns sehr. Wenn die Zahl der Beter sich vermehrt, und dieses Gebet nun von Gläubigen in Jerusalem gefeiert wird, ist es sicherlich eine große Freude für unseren Vater. Auch für die Wiederkunftsliturgie, die sie ja im Monat Mai mitgestalten haben, zeigen sie großes Interesse.
Die vielfältigen Aufgaben hier in Jerusalem bringen es mit sich, daß ich mindestens noch eine Novene länger, als vorgesehen im Heiligen Land sein werde, und die Rückkehr nach Ecuador sich bis ans Ende des Monats verschiebt. Zwischenzeitlich werde ich noch in Deutschland sein!Neben den seelsorgerlichen Aufgaben innerhalb der Gemeinschaft, arbeite ich an der Herstellung des Abbafilmes in englischer Sprache. Noch nicht richtig in Schwung gekommen ist die Verbreitung des Ecuadorgebetes hier in Jerusalem. Ich hoffe dies noch vor der Abreise in die Wege leiten zu können.

Aus Jerusalem
Elija