Gottes gnädige Führung - 10. Februar
Am 29. November 2010 brach ich nach Ecuador auf. In Litauen hatte mich ein dringender Hilferuf der Gemeinschaft Agnus Dei in Santo Domingo erreicht. Tierra de la Paz, der Platz der Gründung in Ecuador, war nach vielen Jahren des Friedens sowohl durch kriminelle Akte, als auch auch durch Mitglieder satanischer Gruppierungen bedroht. Bischof WIlson Moncayo, der Bischof von Santo Domingo, hatte der Gemeinschaft einen Wächter zur Verfügung gestellt, der aber von fünf Männern schwer niedergeschlagen wurde.
Nach seinen Aussagen wollten die Männer ihn töten!
Als ich in Santo Domingo ankam trat ich zunächst intensiv ins Gebet ein und führte Gespräche mit den Geschwistern, welche durch die nächtlichen Überfälle verunsichert waren. Durch Gottes Gnade hörten diese Überfälle jedoch auf und der Friede kehrte nach Tierra de la Paz zurück!
Mir wurde klar, daß diese von der Gemeinschaft erlittene Situation eine Teilhabe am Leiden des ecuadoriansichen Volkes war, denn die Menschen leben dort in immer größer werdenen Angst. Deshalb betete ich um ein Licht von Gott, wie man dem Ecuadorianern zu Hilfe eilen kann. Einige Zeit trug ich diese Frage im Herzen und merkte von "innen", daß Gott diesem Volk helfen möchte. Mir wurde nun immer klarer, was ich zu tun hatte.
Ich präsentierte mein Vorhaben meinem Beichtvater in Ecuador und dieser gab seinen Segen dazu!
Dann zog ich die Gemeinschaft ins Vertrauen und unterrichte Vertreter der Jemaelfamilie. Eine Initialzündung war die Ermordung des polnischen Franziskanerpaters Pater Miroslav am 6. Dezember in Sto. Domingo, welche deutlich zeigte, wie das Verbrechen auch nicht vor den Vertretern der Kirche Halt macht!
Am 8. Januar 2011 wurde ihm Rahmen einer Vesper der Gemeinschaft Agnus Dei die prophetische Intervention "Quebrar la vara del Violento" ins Leben gerufen.
Was ist eine prophetische Intervention?
Es handelt sich um ein Eingreifen Gottes in eine bestimmte Situation, um diese zu ändern. Die Weisung geht also direkt von Gott aus und fragt nach der Partizipation derjenigen, die diese Intervention durch ihr Gebet und Handeln verwirklichen.
Im Fall von "Quebrar la vara del Violento" handelt es sich darum, die Mächte des Bösen zu schwächen und in einen bewußten geistlichen Kampf gegen diese Kräfte zu treten.
Für mich ist eine prophetische Intervention nicht etwas völlig Neues, denn ich durfte einem solchen Handeln Gottes bereits im Kongo, in Colombia, in Bosnien Herzegowina und auch in Deutschland (1988/89) dienen. Doch ist es jedesmal eine große Freude und erfüllt mich mit unendlicher Dankbarkeit, wenn es Gott gefällt, mich zu einem solchen Dienst für ein Volk zu rufen.
Nachdem die Initiative eine erste konkretete Form in Gestalt einer Gebetsinitiative angenomnen hatte (siehe www. de.balta-lelija.net), brach ich zu einer Missionsreise in Begleitung von Marie-Elisée auf, welche den Übersetzungsdienst übernahm.
In Sto. Domingo wurde die Initiative nach meinem Vortrag vor einer Meditationsgruppe sehr positiv aufgenommen und die ersten Ecuadorianer trugen sich in die Liste für das Gebet ein!
Die nun beginnende Reise führte zunächst auf dem Weg nach Cuenca zu einer Zwischenstation in Milagro. Dort wurden wir von der Gemeinschaft "Fiat" freundlich aufgenommen und hatten am Abend die Gelegenheit die Initiative in der Kirche zum Heiligen Geist vorzustellen.
In Azogues stellten wir die Initiative einer marianschen Gebetsgruppe vor, die ebenfalls die tägliche Verpflichtung für das Gebet übernahm.
Von Cuenca aus führte der Weg nach Guayaquil, der bevölkerungsstärksten Stadt in Ecuador. Dort begleitete uns Tanja zu verschiedenen Vorträgen und Exerzitien und auch hier wurde die Initiative sehr offen aufgenommen und u.a. im Radio vorgestellt.
Die Menschen spüren, daß Gott ihnen zu Hilfe eilen möchte.
Inzwischen wurde die Initiative dem Bischof von Sto. Domingo präsentiert, der sie begrüßte und förderte.
Von Guayaquil aus reisten wir nach Quito und dort wurde dieses Anliegen ebenfalls mit offenem Herzen aufgenommen.
Der Höhepunkt war der 2. Februar 2011, als in der Kirche des Klosters der Schwestern der Conceptas, Bischof Coba die Initiative vorstellte und mit den Gläubigen betete.
Zwischendurch besuchten wir eine Schule in Ambato und die gesamte Schule von mehr als 600 Schülern übernahm die Initiative in ihr tägliches Schulgebet.
Viele Vorträge hatte ich zu halten, sowie Exerzitien.
Radio Maria in Quito betet nun jeden Tag die Gebete für Ecuaodor und die Initiative breitet sich aus. Wir sind sehr froh, daß bisher alle informierten Bischöfe das Anliegen sofort aufnahmen, es förderten und in ganz Ecuador bekanntmachen wollen.
Am 2. Februar brachen Marie-Elisée und ich nach Medellin in Colombia auf. Wir waren von der Gemeinschaft "Laszos de Amor Mariano" eingeladen, um Vorträgen und Exerzitien zu halten.
Es handelt es sich um eine geistliche Erweckung, welche besonders Jugendliche erreicht und sich in Colombia und anderen Ländern ausbreitet. Dieser Gemeinschaft ist es geschenkt viele Menschen zum Glauben zu führen. Die Menschen waren sehr offen für das, was ich ihnen zu sagen hatte. Auch Marie-Elisée half durch einige Gesprächen den oft noch "frischen" Glauben der Menschen zu stützen und gab manchen Rat zur Vertiefung des Glaubens.
Eine große Freude war für mich, als ich von ca. 250 Missionaren von Laszos über die Wiederkunft Christi sprach, daß Rodrigo, der liebenswürdige Gründer dieser Gemeinschaft, die Initiative vorstellte und ich ihm vorschlug auch Colombia, welches unter demselben Problem leidet, mit in das Gebet hineinzunehmen. Er tat es und von diesem Moment an war Colombia in diese Initiative einbezogen und alles in eine größere Dimension geführt!
Am 9. Februar brachen Marie-Elisée und ich - nach dieser so reichen und fruchtbaren Woche - nach Quito auf. Zu unserer Überraschung konnten wir jedoch wegen schlechtem Wetters in Quito nicht landen. So blieben wir eine Nacht in Lima (Peru) und kehrten am 10. Februar erst am Nachmittag nach Quito zurück!
Nun warten weitere Exerzitien auf uns!
Elija aus Lima
