Die Initiative geht weiter - 24. Februar
Nun sind wir wieder im heißen Guayaquil und Tanja sorgt dafür, daß wir genügend Termine bekommen. Zunächst hatten wir aber die große Freude, daß ein Zahnarztehepaar sich um uns kümmerte. In einem wirklich selbstlosen Dienst helfen sie uns, daß unsere Zähne wieder in Ordnung kommen - ein Beispiel wahrer Nächstenliebe!
Auch von der Kirche bekamen wir durch den Erzbischof der Stadt „grünes Licht“ für die Initiative „Quebrar la vara del violento“.
Wie wichtig diese Aktion ist, kann man immer wieder erfahren. Wenn z. B der Vizebürgermeister in seinem Haus durch vier Schüsse niedergestreckt wurde, oder ein Familienvater vor den Augen seiner Frau und seines Kindes wegen eines Fahrrades umgebracht wird, dann bekommt die Aktion einen sehr hautnahen Bezug.
Die Aktion wird langsam in Guayaquil bekannt. Dazu helfen Radiointerviews, der Besuch einzelner Pfarreien, Zeitungsartikel, sogenannte Multiplikatoren und natürlich die Mundpropaganda unter den Gläubigen.
Wir haben zu unserer Freude erlebt, daß ein Priester selbst schon fünftausend Abdrucke gemacht hat, um sie in seiner Pfarrei zu verteilen. Manche Priester nehmen das Gebet auch als Buße für die Beichtkinder, besonders dann, wenn diese Versuchungen zur Gewaltanwendungen haben.
Auch konnten wir einem Priester das Gebet weiterreichen, der im Gebiet eines sog. „Rotlichtmilieus“ lebt und der uns versprach mit seinen Schülern aus vier Schulen zu beten.
Morgen nun beginnen die Exerzitien am Meer und ich hoffe, daß wir Mitarbeiter für die Aktion finden, damit Tanja nicht überbelastet wird.
Elija noch in Guayaquil
