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Cuenca-langsamer Rhythmus mit großer Fruchtbarkeit


1. Oktober, El Cajas, Cuenca

Zunächst fuhr uns Miguel nach El Cajas. Zwar kamen wir rechtzeitig an, aber leider gab es keine Koordination zwischen dem Priester der uns eingeladen hatte die Hl.Messe zu singen, und der religiösen Gemeinschaft, die sich um das Heiligtum gebildet hatte. So mussten wir ein weiteres Mal Musik ertragen, die nicht zur Hl.Messe passt. Immerhin konnten wir die Gebetszettel verteilen, die Initiative vorstellen und die Menschen wenigstens durch zwei Lieder erfreuen. Außerdem entstanden Kontakte, die fruchtbar wurden.
Anschließend fuhren wir zu Odalia in Cuenca und blieben dort bis Montag.

2. Oktober, Cuenca

Morgens sangen wir die Hl.Messe in Sayauci, einem Vorort von Cuenca und konnten ausführlich die Initiative vorstellen. Allerdings stellte sich heraus, daß die Kriminalität dort nicht so tragisch ist. Deshalb waren die Menschen auch eher zurückhaltend und wollten nicht mehr estampitas haben. Am Abend besuchten wir noch weitere drei Hl. Messen in Cuenca, um die Initiative vorzustellen. Eine davon konnten wir singen. Hier waren die Menschen mehr interessiert an den Gebetszetteln.

3.Oktober, Cuenca:

Morgens sangen wir die Hl.Messe in der wunderschönen Kathedrale, die von einem Schwaben gebaut wurde. Auch hier stellen wir die Initiative vor.
Unserer Mitarbeiterin Odalia hinterließen wir 10.000 estampitas zur Verteilung und gaben an diesem Tag noch ein Interview in Radio Nexo und in Radio Católica.

4.Oktober: Cuenca

Am Nachmittag besuchten wir eine eifrige marianische Gebetsgruppe, die sich sowohl zum Gebet verpflichteten, als auch die Initiative verbreiten. Abends stellten wir die Initiative in einem Gottesdienst der Bewegung Juan XXIII vor. Die Kirche war überfüllt, aber leider konnten wir die Hl.Messe wegen der mangelnder Kommunikation zwischen dem Priester und anderen Verantwortlichen der Bewegung, nicht singen. Diesmal litten wir besonders unter der Musik, die zum Teil grotesk war. Aber auch die ganze sonstige Atmossphäre während des Gottesdienstes war sehr ungesammelt und sehr wenig heilig, so daß man sich mehr auf einer Veranstaltung fühlte, als einer heiligen Handlung beizuwohnen.

5. Oktober, Cuenca

Nikolai und Lucia stellten die Initiative in drei Schulen vor. Am Nachmittag gaben wir den zwei wichtigsten Zeitungen von Cuenca ein Interview. Am Abend suchten wir eigentlich eine Hl.Messe, aber wir kamen in den Karmel, wo wir ein längeres Gespräch mit der Mutter Oberin hatten. Sie beten bereits täglich das Gebet und wir wurden eingeladen am nächsten Tag die Heilige Messe bei ihnen zu singen.

6. Oktober, Cuenca

Am Morgen sangen wir die erste Heilige Messe im Carmel und beteten mit den Anwesenden das Gebet. Der zelebrierende Priester lud uns ein, am Nachmittag drei Lieder in der Heiligen Messe zu singen und die Initiative vorzustellen. Diese Heilige Messe war für den Sonntag bestimmt und wurde im nationalen Fernsehen Telerama im Studio aufgezeichnet. Laut Angaben des Priesters wird diese Heilige Messe im In- und Ausland von 3-5 Millionen Menschen gesehen!!!

Zuvor sang unser „kleiner Chor“ noch die Heilige Messe in der Dominikanerkirche und wir stellten die Initiative vor. Dort entstand der Kontakt zu einer Schule. Marie-Elisée und Nicolai sprachen in verschiedenen Klassen, während Lucia zunächst den Chor der Gemeinde beim Einüben des „Salve Regina“ half. Dann besuchten die Drei noch eine Schule, während ich von einem vorbeikommenden Fernsehreporter interviewt wurde.

Wir freuten uns natürlich sehr über die Möglichkeit durch das Fernsehen soviel Menschen mit der Initiative zu erreichen.

Am Abend waren wir dann noch in einer vierten Heiligen Messe, die wir singen konnten. Allerdings wurde diese „charismatische Messe“ zu einem großen Leid für uns. Es waren gleich mehrere liturgische Mißbräuche erkennbar! Es ist ein wirkliches Leid in Bezug auf die Heiligkeit Gottes und die Würde der Kirche und es zeigt, daß die Kirche in vieler Hinsicht der Reinigung bedarf!

7. Oktober, Aufbruch mit dem Bus nach Loja und Ankunft in einem stillen Clarissenkloster. Welcher Balsam für unsere Seelen!

Elija aus Loja