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Eigentlich ist die Überschrift ein wenig irreführend, denn man lernt mit der Zeit, wenn man so viel unterwegs ist, daß es eigentlich um jeden Tag geht. Das ist keine so leichte Lektion, obwohl Jesus es ja deutlich sagt: „Jeder Tag hat seine eigene Plage“ oder anders ausgedrückt: Jeder Tag hat seinen eigenen Auftrag.

Nach der fruchtbaren Zeit in Mbunda haben Manuela und ich die Möglichkeit bekommen, drei Tage bei den Clarissen zu beten. Die Schwestern wollten den Film sehen und dieser hat ihnen große Freude bereitet, denn auch die armen congolesischen Clarissen werden kaum jemals das Heilige Land besuchen können. Wir haben die Stille dort genossen und die Präsenz des Allerheiligsten war ein großes Geschenk.
Dann brach ich nach Mbuji-Maji auf, während Manuela wieder zurück nach Mbunda fuhr. Mbuji-Maji ist nicht so leicht, obwohl Dr. Richard ein sehr väterlicher und liebevoller Gastgeber ist. Doch es fehlt eine stärkere geistliche Dimension.
Die Fahrt war diesmal von vielen Hindernissen und Pannen begleitet, eine Nacht verbrachte ich im Auto. Gerade noch rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit konnten wir den Wagen aus einem Graben ziehen, um nicht die Nacht auf offener Strecke verbringen zu müssen.
Hier in Mbuji-Maji lerne ich den Tag genauso konsequent mit einer geistlichen Ordnung zu durchdringen, wie an einem geistlichen Ort. Sehr schnell ist die Versuchung da, sich besonders auf die verschiedenen Arbeiten zu stürzen, die man hier mit Strom und Internet erledigen kann. Erst als ich mich zu diesem Schritt entschlossen hatte, merke ich wie auch der Aufenthalt hier reichere Frucht bringt.
Inzwischen konnte ich nun eine vorläufige französische Version des Filmes fertigstellen, die ich nach Lokoko mitnehmen kann.
Alles geht hier in einem recht langsamen Rhythmus. So werde ich nun morgen nach Kinshasa weiterreisen und hoffe, dann am Freitag nach Lodja weiter zu fliegen. Dann bin ich ca. 150 km von Lokoko entfernt und wie es dann weitergeht wird der Herr zeigen.
Natürlich sehe ich wie die Zeit voranschreitet und es müssen mehrere Dinge ineinander greifen, um noch vor den Israelexerzitien wenigstens eine gute Woche in Ecuador zu verbringen Aber dies sei alles gemäß dem Willen Gottes dem Gebet anempfohlen.
Aber ich merke eben, daß es doch keine Abschnitte gibt, sondern ein Weiterschreiten im Herrn Tag für Tag. Alles liegt in seinen Händen und genau das ist gut!



Elija noch in Mbuji-Maji