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Lokoko/Congo 6. August

Jetzt sind unsere Kandidaten Dieu Donné (Gott hat gegeben) und Chrysostomos angekommen. Der letzte Abschnitt ihrer Reise ging verhältnismäßig gut und sie sind bereits dabei uns kräftig mit der Arbeit zu unterstützen.

Eine große Freude bereitet mir derzeit die erstaunliche Offenheit, die ich abends mit den Congolesen erlebe. Nach sehr zögerlichem Beginn sind sie nun abends pünktlich um 18 Uhr da und jedes Mal werden es mehr. Das ist ein eindeutiges Zeichen des Herrn, denn ich habe wirklich nichts Besonderes getan und mich sogar oftmals mehr oder weniger müde hingeschleppt. Immer mehr verstehe ich von innen, daß es wirklich der Herr ist der die Menschen an sich zieht und wir sind seine Mitarbeiter. Je mehr wir ihm vertrauen, desto mehr kann er wirken. Es ist eine besondere Gnadenstunde geworden hier in Lokoko ...

Von direkten auffälligen Heilungen der Augenkranken durch das Gebet kann ich nicht berichten, wohl eher, daß sie gestärkt wurden und leichte Besserungen geschahen. Aber darüber mache ich mir keine Gedanken, denn wenn die Bitte aufrecht an den Herrn geht, dann ist ja seine ureigenste Angelegenheit wie er den Menschen helfen will und nicht Sache meines Willens oder Wunsches. Doch war es für mich sehr bewegend zu sehen wie Museka, die junge Frau von der ich anfangs berichtete, sich voller Dankbarkeit verabschiedete und – ich traute meinem Augen kaum - hinter ihrer Muuter herlief, ohne von ihr geführt zu werden. Also doch – ein wenig kann sie nun sehen und der Doktor hat sie operiert und versprochen es noch einmal zu tun! Gepriesen sei der Herr!

Nun sind wir in den Vorbereitungen auf das Vaterfest, aber der Tag ist schon erleuchtet vom Taborlicht. Heute Abend werden wir das Abbagebet mit den Gläubigen im Dorf feiern und so das Fest beginnen.

Morgen ist dann die Einkleidung von Marie-Beatrice und nun kommt eine nächste große Freude.

Wir werden den ersten Teil der Neuen Kirche (oder große Kapelle) beziehen und die Kirche wird unserem Himmlischen Vater geweiht werden. Es ist also das erste offizielle Abbaheiligtum in der Gemeinschaft, wenn wir die kleine Abbastation in Ecuador mehr als eine Vorbereitung für eine zukünftige Kirche betrachten.

Das ist nun doch eine große Angelegenheit für die Gemeinschaft Agnus Dei an diesem Vaterfest und sicher eine Freude für unserern himmlischen Vater. Die hiesige Gemeinschaft hat mich eingeladen nächstes Jahr zur Einweihung der fertiggestellten Kirche zu kommen!!! Wenn sie es wirklich schaffen, werde ich mich einer solchen Bitte wohl kaum entziehen können. Liebenswürdigerweise hat sich der Doktor auch gleich mit eingeladen ...

Die erste offizielle Heilige Messe wird dann morgen gegen 16.30 sein mit dem Verspechen unserer ersten afrikanischen Novizin, die in großer Vorfreude ist und sich besonders mit Lucia gut versteht!

Segen aus Afrika

Elija