La gracia del Senor y los Ecuadorianos (2)
Nun sitzen unsere Freunde aus Ecuador im Flugzeug und sind in ihre irdische Heimat unterwegs. Sie sind uns wirklich Freunde geworden, denn der Herr hat uns in seinem Geist als Brüder und Schwestern vereint. Die letzten Tage in Jerusalem waren noch sehr bewegend. Da gab es das Gebet im Garten von Gethsemane in dem wir in der Stille all unsere persönlichen Leiden, die der Familien, der Gemeinschaften und der Kirche zu Gott getragen haben. Ein langer Austausch folgte über den Sinn des Leidens und wie wir damit umzugehen haben.
Nach dem Befreiungsgebet auf dem Berg Karmel und der Übergabe unseres Leides an den Herrn, waren wir dann alle gut auf Pfingsten vorbereitet. So konnten wir zur Stunde der Herabkunft des Heiligen Geistes oben auf dem Berg Zion in der Franziskanerkapelle die Heilige Messe feiern und natürlich um die tiefere Aufnahme des Heiligen Geistes beten. All diese wunderbaren Aktionen waren von längeren Meditationen und Gesprächen begleitet, in denen sich die Ecuadorianer als sehr aufmerksame Zuhörer und interessierte Frager erwiesen. Manche der Fragen waren sehr hilfreich, innere Vorgänge wie das Wirken des Geistes im Herzen des Menschen zu erläutern.
Am Pfingstmontag feierte Pater Johannes am frühen Morgen die Heilige Messe im Grab des Herrn und ich hielt eine Charla (Unterweisung) in der Kapelle der Kreuzauffindung über das innere Gebet.
Bewegend war auch der Abschied am Abend. Wir zeigten einen Filmausschnitt des Abbafilmes in spanischer Sprache und die Diashow über unsere afrikanischen Jemaelkinder. Als Überraschung hatten wir ebenfalls eine Diashow über die Pilgerreise der Ecuadorianer fertiggestellt.
Aber nicht alle flogen wieder zurück. Pater Johannes blieb bei uns, denn ich werde ihn auf weitere Missionsreisen mitnehmen. Veróinca, eine junge Frau aus Ecuador, die bereits für ein Jahr auf Tierra de la Paz mitlebte, wird ein Jahr in meiner Begleitung beginnen, ihren Glauben zu vertiefen und um die Frage nach ihrer Berufung zu stellen. Zunächst wird sie im Heiligen Land bleiben und Corinna anvertraut sein!
Ich bin Gott sehr dankbar für diesen Dienst und man könnte nun viele Dinge aneinanderreihen, welche sein liebevolles Handeln verdeutlichen. Besonders auffällig war die Einheit, die zwischen uns allen gestiftet wurde. Die Pilger aus Ecuador haben ein gutes Zeugnis im Heiligen Land gegeben und es gab im Verhältnis zu der großen und unterschiedlichen Gruppe nur sehr wenige Dinge zu regeln! Also geht ein solcher Weg im Heiligen Land auch mit einer größeren Gruppe, wenn sie so aufnahmebereit und diszipliniert sind, wie sich die Pilger aus Ecuador zeigten! So sei dem Herrn der Lobpreis und allen großen Dank, welche mitgeholfen haben, daß die Pilgerreise so fruchtbar wurde. Möge sie im Herzen aller nachwirken!
Elija aus Jerusalem
