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Ecuador im Kampf

Ohne Zweifel lag es in der Absicht Gottes, daß ich noch nach Ecuador aufbrach, bevor der Aufenthalt in Israel ansteht. Das habe ich innerlich schon in Kinshasa verstanden, als der Flug nach Lokoko nicht klappte. Die Berichte von Samuel wurden zunehmend besorgniserregender.

Um was geht es?

Einmal hat die kriminelle Welt, die leider in Sto. Domingo stark vertreten ist, auch in Tierra de la Paz im November letzten Jahres ungute Spuren hinterlassen. Jahrelang haben wir sehr unbefangen in Tierra de la Paz gelebt, fast wie auf einer Insel: ohne Absicherung, ohne Wächter, ohne Hunde... Bis auf unbedeutende Kleinigkeiten ist nie etwas bei uns auf dem Gelände hinsichtlich der Kriminalität geschehen. Das allein ist schon ein großes Wunder, denn die Unsicherheit in Sto. Domingo und auch in anderen Teilen Ecuadors ist in dieser Hinsicht sehr groß!
Dann ist neben der Kriminalität auch das Bandenwesen mit satanischer Prägung stärker präsent in Ecuador und leider auch in Sto. Domingo! Die Gemeinschaft kam direkt und indirekt damit in Berührung.
So war es nötig sich zunächst darauf zu konzentrieren, ungute Mächte im Namen Gottes in ihre Schranken zu weisen. Da dies ja primär ein geistlicher Kampf ist, haben wir sehr die Unterstützung unserer himmlischen Freunde erbeten und in Anspruch genommen. Man merkt nun nach einigen Tagen eine Veränderung: die Schatten weichen zurück! Aber es geht nicht nur um die Zurückweisung dieser Kräfte, sondern auch darum, daß diese bösen Mächte - seien sie rein geistiger Natur oder mit Menschen verbunden - in der Kraft des wiederkommenden Herrn insgesamt geschwächt werden.

Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: das ist nicht ein Kampf mit offenem Ausgang. Die widergöttlichen Mächte sind prinzipiell durch den Gottessohn besiegt, aber dieser Sieg muß sozusagen noch auf der Erde realisiert werden. Es geht also nicht nur um den Schutz unserer Gemeinschaft, sondern daß wir unseren Platz in dieser Auseinandersetzung einnehmen.
Natürlich konzentriert es sich bei meinem Aufenthalt nicht nur auf diesen Aspekt, aber dieser stand zunächst einmal im Mittelpunkt und erklärt, daß die Reise hierher in diesem Augenblick sogar wichtiger war, als das Kommen nach Lokoko. Möge es den Geschwistern in Afrika ein Trost sein! Ich bin jedenfalls froh, daß ich der Gemeinschaft in dieser bedrängenden Situation dienen kann und bitte um Euer begleitendes Gebet!

Elija aus Ecuador