Aufbruch in den Congo
Der Herr hat so seine Zeiten! Eigentlich wollte ich ja schon länger in den Congo aufgebrochen sein, doch hat mich die Filmarbeit und auch die Lage im Haus Samaria am Platz gehalten. Die Filmarbeit ist jetzt glücklich abgeschlossen in der Hinsicht, daß eine gute Version mit booklet für die deutschsprachigen Menschen zur Verfügung steht und eine internationale Version vorgearbeitet ist, die nun auf die anderen Sprachen wartet.
Für mich war diese Zeit sehr intensiv und ich habe viel gelernt – natürlich arbeitstechnisch ein wenig, aber noch mehr über Gottes so überaus weise und liebenswürdige Führung. Es kann ein Spannungsverhältnis zwischen den apostolischen Aufgaben und der kontemplatorischen Grundentscheindung entstehen – eben gerade in konkreten Fällen. Man ist dann leicht geneigt, der Arbeit den Vorzug zu geben mit der „guten Begründung“, daß man ja für Gott arbeitet, mit dem Wort Gottes zu tun hat oder in meinem Fall mit einem Werk, wie die Erstellung des Abbafilms!
So habe ich gelernt, daß das, was ich denen sage, die mir zuhören, nämlich die Aktion nicht vor die Kontemplation zu setzen, ich auch konkret bei mir anwenden muß.
Der Herr hatte mir einen inneren Rat gegeben und ich brauchte einige Tage, bis ich ihn dann auch ganz umsetzte. Und es kam, wie man es ahnen konnte – erst als ich diesem Rat ganz folgte, ging mir die Arbeit leichter von der Hand und das kontemplative Gebet kam nicht nur nicht zu kurz, sondern hat mich von innen her aufgebaut. Dabei weiß ich dies eigentlich!!!! Natürlich war ich dann auch mit meinen Mitmenschen umgänglicher und aufmerksamer, eben nicht in der Arbeit völlig „vergraben“. Außerdem gibt es bei diesem Weg keinen wirklichen Druck, sondern der Geist hat stärker Raum und kommt unserer menschlichen Schwachheit doch so gerne zu Hilfe. Und man lernt: es ist sein Werk, dem man dienen darf! Hoffentlich behalte und befolge ich dies in Zukunft besser!
Das Haus Samaria braucht mehr Färbung von der Gemeinschaft her! Es muß wie von innen erneuert werden, damit es mehr die Welt durchdringen kann, statt umgekehrt.
Ich denke der Anfang dazu ist gelegt ....
Der Herr und seine Zeiten ...
Jetzt beginnt die diesjährige Congomission am Aschermittwoch! Also am 17. Februar breche ich in den Congo auf in Begleitung von Manuela und - wie es aussieht - damit die Zeit der intensiven Missionsreisen. Ein gutes Datum, welches der Herr gewählt hat und eine heilige Zeit! Einiges gibt es zu tun im Congo, wie mir die Informationen von dort immer wieder bezeugen! Es ist ein Land mit einer großen Instabilität und kaum vorhandener Infrastruktur und Rechtswesen - der Congo hat in seinem Inneren manchmal noch "etwas Wildes!"
Danke für jedes Gebet und jede Unterstützung und wir werden sehen , wie der Herr alles weiterführt. Es wartet dann Ecuador und danach Israel ... alles in Gottes Hand!
Elija, noch in Irndorf
