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7.- 14. Juli 2010, Pelenge-Lokoko, Congo

Nun sind wir wenige Tage hier in Lokoko und der Dienst der Evangelisierung hat schon angefangen. Mit einem ruhigen Flug kamen PaterJohannes, Lucia, Bernadette, die in Kinshasa auf uns gewartet hatte und ich in Loto, ca. 25 km von Lokoko entfernt, am 7.Juli gegen Mittag an. Die reine Flugzeit mit einem kleinen Flugzeug war ca. 3, 5 Std. Da am selben Tag der Bischof in Loto erwartet wurde, blieben wir über Nacht, um dann am nächsten Tag per Fuß nach Lokoko aufzubrechen. Wir hatten in Loto mit den fußballbegeisterten Congolesen die Gelegenheit, das Halbfinalspiel Deutschland - Spanien anzuschauen. An diesem Abend waren die Spanier einfach besser, was dann auch jeder anerkannte.

Nach dem Spiel gab es ein sehr gutes Gespräch mit dem Bischof, dem ich von verschiedenen Erfahrungen erzählte, die wir in letzter Zeit mit der Magie in Ecuador und Frankreich machten. Ich wollte ihn darauf ansprechen, weil mir die Geschwister immer wieder berichteten, wie stark das magische Denken die Menschen hier noch versklavt. Das deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen. Der Bischof war nicht nur sehr interessiert, sondern berichtete uns, daß gerade im Congo eine Bischofskonferenz stattgefunden hätte, die sich genau mit diesem Thema beschäftigte. So konnte man gut das Wirken des Heiligen Geistes erkennen. Ich teilte dem Bischof mit, daß bei der vorgesehenen Evangelisation dieses Thema uns begleiten wird - sehr zur Erleichterung der Geschwister. Der Bischof bedankte sich bei mir für die Präsenz der Gemeinschaft in seiner Diözese und sprach von einem wahren prophetischen Zeichen, welches die Geschwister hier sind!

Wie alle Geschwister hatte ich einen guten Eindruck von Bischof Fridolin. Er kannte mich übrigens von der Aktion "LE CRI DU CONGO" in Kinshasa im Jahr 2000-2001. Es war eine Freude und auch eine Bestätigung für mich, daß er dieser prophetischen Aktion einen entscheidenen Anteil an der Wende im Congo zusprach. So ist das damalige Eingreifen Gottes in Teilen der Hierarchie also angekommen!

Für mich verdichtet sich der Eindruck, daß der Congo eine zweite und wohl auch noch eine dritte Befreiung braucht! Die zweite dürfte mit der magischen Verhaftung des Denkens und Empfindens zusammenhängen, die dritte die moralische Dimension berühren, wobei es hier natürlich starke Berührungspunkte zwischen beiden Ebenen geben kann. Vielleicht folgen dann noch weitere ...

Hier in Lokoko habe ich nun schon einige Unterweisungen sowohl für die Geschwister, als auch für die Congolesen hinter mir, die zu unseren Gebetszeiten kommen!
Die Auslegungen werden mit einem großen geistlichen Hunger aufgenommen, ebenso wie die Heilige Messe. Unsere Geschwister sind wirklich "ausgedurstet"!

Elija in Lokoko, Congo, Afrika