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Tag der Armenier - Postulanten

Heute ist der große Gedenktag des armenischen Volkes an dem sie ihre Martyrer ehren. Am 24. April 1915 wurden die ersten Intelektuellen des armenischen Volkes durch die Jungtürken deportiert. Damit begann der Auftakt des ersten Genozids im 20. Jahrhundert. Ca. 1, 5 Millionen Armenier fanden den Tod, indem sie auf grausamste Weise umgebracht wurden! Die damalige deutsche Regierung hatte Kenntnis von diesen Vorgängen, aber sie schritt nicht gegen diesen Massenmord ein! Noch heute kämpfen die Armenier um die Anerkennung dieses Genozids, den die türkische Regierung bisher verweigert. Sie deklarieren die Massendeportation als eine Art "kriegsnotwendige Operation" und leugnen die Dimension des Geschehens.

Wir nahmen an der sehr würdigen Zelebration der armenischen Liturgie katholischer Armenier mit Bischof Raphael teil. Er wies darauf hin, daß sie die erste Generation nach dem armenischen Genozid seien und wie eine Art zweiten Genozid erlebten, weil dieses Verbrechen geleugnet würde. Der Bischof betonte noch einmal, daß die Armenier allein deshalb verfolgt worden wären, weil sie Christen gewesen seien. Deshalb sind sie Martyrer.

Für uns als Gemeinschaft ist es bewegend, daß unser Gründungsdatum auf den 24. April fällt und wir hier in Jerusalem so mit den Armeniern verbunden sind. Die Visaverlängerung von Johanna haben wir Bischof Raphael zu verdanken. Dort, an der dritten und vierten Station des Kreuzwegs ist die Ewige Anbetung, die wir lange Zeit intensiv unterstützten!
Wir werden von den Armeniern sehr willkommen geheißen

Es handelt sich um ein sehr kleine armenische Gemeinde, aber mit eigener Kirche! Irgendwie paßt die kleine Gemeinschaft Agnus Dei zu der kleinen armenischen Gemeinde! Gott hat es so gefügt! Die Armenier: ein kleines Volk mit einer großen Leidensgeschichte - die Gemeinschaft Agnus Dei ist eine kleine Gemeinschaft mit großem Herzen!

Heute werden in Lokoko unsere kongolesischen Kandidaten in das Postulat aufgenommen. Beide haben ihren Willen bekräftigt mit uns den Weg des Lammes zu gehen und die Gemeinschaft vor Ort hat befunden, daß sie sich bisher gut integriert haben. Das Postulat wird normalerweise ein Jahr dauern, wenn es nicht Umstände gibt, die eine Veränderung erfordern. Sollte das Postulat gut verlaufen werden sie am 24. April 2010 ins Noviziat oder wie wir sagen, in die Jüngerschaft aufgenommen. Die Postulatszeit ist auch noch als eine Heilungszeit vorgesehen.

In Ecuador ist Victoria in der Kandidatur. Wird sie gut durchhalten, dann nehmen wir sie am 15. August ins Postulat auf. Für Jacqueline kam die Kandidatur wohl zu früh. Sie ist wieder ins Elternhaus zurückgekehrt, kommt aber an den Wochenenden zu uns und wird seelsorgerlich durch uns begleitet.

In Deutschland möchte gerne Sabine bei uns eintreten. Bevor wir ihr Anliegen in Form einer ersten Bindung umsetzen, wird ein Jahr der Heilung vorgeschaltet. Dieses kann sie heute am 24. April bereits beginnen, ich werde es am 15. August nach einem persönlichen Gespräch offiziell bestätigen.

Danke dem Herrn, daß er uns junge Menschen zuführt, die den Weg des Lammes mit uns gehen möchten!

DANKE DEM HERRN, DASS ER UNS AUF DEN WEG DES LAMMES GERUFEN HAT UND UNS SICHER FÜHRT!

Elija in Jerusalem