Byzantinische Liturgie und Mission
Seit langem durfte ich einmal wieder eine byzantinische Liturgie an der sechtsen Station mit Pater Bernhard mitfeiern. Wie schon so oft, hat mich die Zelebration tief ergriffen. Auch wenn der Gesang mit Corinna und Johanna verhältnismäßig spärlich besetzt war, berührte mich die Schönheit der Zelebration in fast vollendeter Einheit mit dem Gesang. Danke dem Herrn dafür!
Aber diese wiederholte Erfahrung läßt mich nicht los!
In der Gemeinschaft haben wir ja die Gnade, daß durch die äußerst gesammelte und andächtige Zelebration von Pater Johannes die Heilige Messe des ordentlichen römischen Ritus in großer Würde und mit Gewinn gefeiert wird.
Im Hintergrund steht immer noch meine Bitte, daß auch der außerordentliche Ritus in Gestalt der tridentinischen Messe in das Leben der Gemeinschaft Einzug halten möge. Falls dies Pater Johannes mit seinen bereits jetzt schon vielfältigen priesterlichen Aufgaben nicht realisierbar sein wird, richtet sich mein Augenmerk auf unseren Bruder Benedikt oder auf einen Priester, der vielleicht den Weg in die Gemeinschaft oder das Jemaelwerk findet. Auch dieser liturgische Reichtum sollte nicht brach liegen bleiben, denn die tridentinische Heilige Messe erscheint noch sichtbarer mit der langen römisch-katholischen Tradition verbunden und dürfte für manche Gläubigen den Zugang zum Geheimnis der Liturgie erleichtern.
Ganz wichtig wäre mir aber auch die Integration der byzantinischen Liturgie. Sie wirkt auf mich in sich reicher und transzendenter, als die römischen Liturgien. Gerade deshalb sollten sie im Jemaelwerk fest integriert sein, denn wir sind es den Menschen schuldig, die Schönheit der Liturgie transparent zu machen. Natürlich kann man einwenden, daß in den osteuropäuischen Ländern diese Liturgie ja lebt und beheimatet ist. Das ist richtig und sie wird dort immer noch schöner sein, als wir ihr dienen können! Doch ist hauptächlich die römisch-katholische Kirche auf dem Erdkreis verbreitet und Menschen, die aufbrechen nach Gott zu suchen kommen zumeist mit ihr oder den protenstantischen Gemeinschaften in Berührung! Ich denke an die vielen gottsuchenden Menschen, die durch eine solche Liturgie in ihrer leuchtenden Transzendenz sehr berührt werden könnten!
So würde ich es als einen missionarischen Auftrag verstehen, diese wunderbare Liturgie mehr zugänglich zu machen, abgesehen davon , daß Katholiken bisher noch keine Kommuniongemeinschaft mit den orthodoxen Christen haben!
All diese Überlegungen möchten Gestalt gewinnen und darüber hoffe ich Euch später mehr sagen zu können. Zunächst lege ich diese Anliegen an Euer betenden Herz!
Elija in Jerusalem
