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Mittwoch, 18. Januar 2012
Ereignisse in Tierra de la Paz und Mexiko, Teil 3
Gott sei Dank haben wir nun einige ruhige Nächte verbracht und wenn ich mich nicht täusche, scheint sich die dunkle Atmosphäre zu verflüchtigen. Wir haben einige Konsequenzen gezogen. Die wichtigste ist zunächst, daß wir eine "Nachtklausur" einführen. Das bedeutet, daß wir mit Anbruch der Dunkelheit (hier ab 19.00) in den Häusern sind und während der Nacht die Kapelle nicht mehr verlassen. Das betrifft unten die Gemeinschaft. Die Schwestern sind in der Kapell oben auf der Empore, die Brüder auf dem kleinen Dachboden der angebauten Einsiedelei und der Sakristei. Das ist in positiver Hinsicht eine große Konzentration. Wir werden bald beginnen auf der Empore kleine Zellen mit Blick auf das Allerheiligste zu bauen und später kleinere Zellen für Brüder an die Kaplle hinten anzubauen, ebenfalls mit Blick auf das Allerheiligste, welches in Tierra de la Paz auch von außen sichtbar ist.
Dieser Schritt ist zwar durch die Ereignisse beschleunigt worden, ist jedoch schon längere Zeit in manchen Aspekten im Blick!
So beginnen wir nun diese Erfahrung zu integrieren und sie nutzbar zu machen, denn dieser Schritt der "Nachtklausur" bedeutet - wie wir jetzt schon merken - eine Intensivierung des geistlichen Lebens und des Gebetes!
Durch einen Freund, Christian Bakker, bekamen wir Hilfe angeboten. Er sandte uns zwei Sicherheitsexperten, die mit Samuel das Land besichtigten und nun eine Analyse der Sicherheitslage erstellen wollen, verbunden mit einigen Vorschlägen.
Für mich ist das ein richtiger Weg, wenn die menschlichen Möglichkeiten der Sicherung auf eine gute Weise integriert werden und nicht dominant sind. Die Dominanz des Vertrauens gebührt Gott. Es ist gesund, wenn wir als gläubige Menschen unsere ganze Sicherheit auf Gott setzen, aber doch auch die gute Gabe Gottes, die er in unsere Natur hineingelegt hat, nämlich die Intelligenz, nutzen!
Ich bin sehr froh über die jetzt einsetzende Entwicklung und fliege nun mit leichterem Herzen nach Europa zurück!
Zu dieser Wende in das Positive gehört die Nachricht, daß der Erzbischof von Puebla (Mexiko) morgen, am 19.Januar 2012, die Initiative "Quebrar la vara del violento" den Priestern seiner Diözese vorstellen wird. Es dürfte nicht zu selbstbezogen sein, wenn wir denken, daß das neuerliche Kreuz des Überfalls auch eine Verbindung mit dem Ausbreiten der Initiative in dieses geplagte Land haben mag.
Möge Gott, unser über alles geliebter Vater aller Menschen, das Leiden auf Tierra de la Paz fruchtbar machen: für Ecuador, für Mexiko und für alles, wie es ihm gefällt!
Dienstag, 17. Januar 2012
Ereignisse in Tierra de la Paz, Teil 2
Fortsetzung
In der Nacht vom 11. auf den 12. Januar war es ruhig und die Seele konnte wieder ein wenig aufatmen.
Wir hatten nun jedoch wieder Elemente der Situation vor der langen Friedenszeit auf Tierra de la Paz zu bewältigen. Sobald die Dunkelheit hereinbrach - was in Ecuador schon vor 19 Uhr ist - legte sich eine gewisse Spannung über den Platz. Wir begegneten ihr in der Frühphase der Ereignisse nach dem 10. Januar so, daß wir uns schon bald in die Kapelle zurückzogen und in die jeweiligen Häuser.
Es war jetzt wichtig, daß wir nicht in jene Panik verfielen, die nur noch nach irdischen Sicherungen verlangt, die für Tierra de la Paz einerseits gar nicht durchzuführen sind, andererseits auch das vertiefte Vertrauen zu Gott während des vergangenen Jahres relativieren könnten. Es galt an Gott festzuhalten und zu realisieren, daß nichts ohne die Zulassung Gottes geschieht und darin ein verborgenes Handeln Gottes zu entdecken sei. Diese Grundentscheidung des Glaubens war auch ohne eine konkrete Sichtbarkeit eines solchen Planes zu fällen und mit dem Geist festzuhalten.
Es würde nun zu weit führen, die vielen Aspekte herauszuarbeiten, welche nun von innen zu bewältigen waren: Ängste, aufkommende Zweifel, Unsicherheit, vielleicht auch Auflehnung, Fluchttendenzen und vieles mehr. All dies sind menschlich verständliche Reaktionen und sie in sich selbst wahrzunehmen ist keine Schande. Nur kann es für Menschen, die einen geistlichen Weg der Nachfolge Christi gehen, nicht bei diesen ersten Reaktionen bleiben. Sie müssen in das Licht des Glaubens überführt und von Gottes Liebe berührt werden.
Das haben wir versucht und sind immer noch dabei.
Auch können solche Erlebnisse zu einer tieferen Betrachtung des Leidens Christi hinleiten und eröffnen die große Möglichkeit, sich noch existenzieller Gott zu schenken und das Vertrauen zu vertiefen.
In der Nacht vom 13. auf den 14. Januar nahm ich die drei jungen Menschen, mit denen ich so lange für die Initiative unterwegs war, für das Nachtgebet mit in die Kapelle. Wir wollten ein wenig austauschen und ich beabsichtigte, Heilungsgebete anzubieten, um den Überwindungsprozeß auf diese Weise zu stützen.
Da bekamen wir einen Anruf, daß zwei Männer gesehen worden seien, welche auf dem Weg zu unserem Gelände seien. Da es schon dunkel war und derselbe Weg benutzt wurde, den die Räuber das letzte Mal zur Flucht gewählt hatten, lag es relativ nahe, daß es möglicherweise dieselben Männer waren, welche zwei Tage zuvor mit der Beute kaum zufrieden sein konnten!
Natürlich war der Schrecken groß und die Angst stieg auf. Ich schickte die drei jungen Menschen auf die Empore der Kapelle, um bei einem eventuellen Eindringen der Männer in die Kapelle alleine mit ihnen zu sein.
Intensivst begann ich die prophetische Liturgie zu beten mit vielmaligem Beten unseres "Quebrar la vara del violento" Nach längerer Zeit des Gebetes merkte ich, wie sich die Athmosphäre entspannte und sagte, daß wir ein wenig schlafen könnten.
Der Schlaf dauerte allerdings nicht lange. Es kam per sms eine Nachricht von Magdalena, die sich in der Abwesenheit von Samuel und Judith mit Ruth und Fidelis im Familienhaus befand, daß oben vor dem Haus Schritte zu hören waren!
Nun ging ich wieder ins Gebet und flehte intensiv, daß im Familienhaus nichts geschehen möge. Inzwischen war auch die Polizei verständigt, die zum oberen Haus kam und dieses Mal eine bessere Figur machte. Sie waren offensichtlich bemüht, ihre Aufgabe zu erfüllen!
Die Nacht ging vorbei und nichts geschah! Wir aber wurden wieder in den geistlichen Kampf geführt und hatten uns durch das Gebet zu wehren. Danke, daß der Herr uns diese Gnade der Bewahrung und doch auch gleichzeitig diese innere Schule schenkte! Wir werden sie gebrauchen können!Trotzdem bat ich den Herrn, daß diese beiden Menschen, die uns überfallen hatten nie wieder in einer solchen Absicht unser Gelände betreten können und bete um ihre Bekehrung!
Die Nacht vom 14. auf den 15. Januar und die folgende Nacht blieben ruhig!
Elija aus Ecuador
Montag, 16. Januar 2012
Ereignisse auf Tierra de la Paz, Teil 1
Phänomenologie
Am 10. Januar gegen 21:30 drangen zwei bewaffnete Räuber in die Hütte von Marie-Elisée ein.
Kurz zuvor hatte Marie-Elisée Elija per Telefon berichtet, daß sie verdächtige Geräusche vor der Hütte wahrgenommen habe und bat ihn zu kommen. Elija nahm Nicolai und Fidelis mit, um die Sache zu prüfen.
Nicolai hatte zuvor einen fremden Mann in der Nähe seiner Hütte gesehen. Da er ihn durch die Dunkelheit nicht genau erkennen konnte, hielt er ihn wegen seiner geringen Körpergröße für einen Jugendlichen. Er verständigte Elija. Sie gingen zusammen zu dem Ort, an dem Nicolai den Mann gesehen hatte und glaubten die "Jugendlichen" seien wieder verschwunden, nachdem Nicolai sie entdeckt hatte und auch zu erkennen gab, daß er sie gesehen hatte.
So war es jedoch nicht!
Es handelte sich nicht um Jugendliche, sondern um zwei Männer mittleren Alters, wobei der eine recht klein war.
Als Elija, Nicolai und Fidelis sich der Hütte von Marie-Elisée näherten hörten sie einen Schrei von Elisée. Daraufhin stürmten Nicolai und Fidelis in die Hütte und stürzten sich auf die Männer. Marie-Elisée hatte die Türe geöffnet, weil sie den drei Brüdern öffnen wollte. Stattdessen standen jedoch die Räuber vor der Türe und einer stieß sofort Marie-Elisée nieder.
Es kam es zu einem Handgemenge zwischen den Banditen und den Brüdern, welches jedoch ungleich war, denn die Räuber bedienten sich der Waffen. Nicolai und Fidelis wurden aus dem Raum gedrängt und mit der Waffe niedergeschlagen.
Der kleinere Räuber, der sich wesentlich aggressiver als der andere zeigte, ließ einen Schuß unmittelbar neben dem Kopf von Fidelis los. Da Fidelis schon am Boden lag als der Schuß fiel und am Kopf blutete, waren wir alle wie gelähmt und befürchteten, daß er Fidelis erschossen hätte.
Ich versuchte durch meine wenigen Worte in Spanisch die Situation zu beruhigen was objektiv auch gelang, wenn auch der kleinere aggressive Räuber immer wollte, daß ich aufhöre zu reden und wüste Drohungen ausstieß. Er ging dann mit der Waffe auf mich zu, tat mir aber nichts, außer an meinem Kleid zu ziehen. Marie-Elisée sagte ihm, er solle sich nicht an mir vergreifen!
Die Räuber zwangen uns dann, in die Hüte zu gehen und uns auf den Boden zu legen. Da wurde es dann klar, daß Fidelis nicht erschoßen worden war.
Ich sprach mit dem anderen Räuber! Er schien mir weniger aggressiv und ich sagte ihm, daß wir arme Leute und Leute des Friedens seien. Er antwortete nicht, gab aber doch irgendwann zu verstehen, daß sie uns nichts tun würden.
Nun wollten die Räuber ihr eigentliches Ziel erreichen und verlangten Geld. Marie-Elisée hatte wenige Dollar, die sie ihnen dann auf meinen Rat hin gab. Sie durchsuchten alles und fanden auf diesem Weg zwei Black-Berrys und nahmen einige andere Sachen mit. Sie waren jedoch mit der Beute nicht zufrieden und wollten noch in andere Hütten. Unmittelbar neben der Überfallhütte ist das Häuschen in dem die drei Schwestern Magdalena, Ruth und Lucia waren, die sich still verhielten.
Wir vier, die wir in Elisées Hütte gefangen gehalten wurden, begannen halblaut zu beten! Als wir das Gebet "Amado Padre Celestial" beteten, verließen die Räuber die Hütte und wohl auch das Gelände, ohne noch weiteren Schaden anrichten zu können.
Inzwischen hatte Maria-Magdalena vom Nachbarhüttchen aus einen Wächter vom Seminar und die Polizei zu Hilfe gerufen. Als diese kamen, waren aber die Räuber - wie wir annahmen - schon gegangen. Während sich der Wächter vom Priesterseminar und ein befreundeter Seminarist sehr mutig zeigten und mit Taschenlampen alles absuchten, getrauten sich die Polizisten zunächst nicht aus dem Auto, weil ihnen alles zu dunkel und daher zu gefährlich erschien. Es war ernüchternd!
Unsere Hündin Basha, die wir mitgenommen hatten, um nach den Räubern zu suchen, gab keinen Laut von sich, auch dann nicht, als es zum Handgemenge kam. Offensichtlich ist sie "ein Lamm im Wolfspelz" - und zu viele Menschen und eine friedliche Umgebung gewöhnt, als daß sie natürliche Verteidigungsgewohnheiten übernommen hätte. Zudem war ihre Bezugsperson Bendikt nicht da.
Nachdem die Räuber abgezogen und auch die Polizei wieder gegangen war, blieben wir wie erschlagen zurück. Die beiden Brüder mußten aufgrund ihrer Kopfwunden im Krankenhaus genäht werden.
Wie vorgesehen, übernahmen wir unten im Gelände ab 2 Uhr die Anbetung, während die erste Zeit oben im Haus in der dortigen Kapelle gebetet wurde.
Die Nacht war unendlich lang, und zäh floß die Zeit dahin. Wir mußten mit der Angst kämpfen, daß die Räuber wieder zurückkommen würden. Wie gut verstanden wir das Wort: "Wie der Wächter auf den Morgen, harrt meine Seele auf den Herrn!" Wir harrten auf den Herrn und auf den Morgen, der so unendlich langsam kam!
Wir danktem dem Herrn, daß wir in dieser schwierigen Situation wieder seinen Schutz merken durften. All dies geschah zunächst im Glauben und Willen: die Gefühle standen noch stark unter dem Eindruck dieses Geschehens!
Wir hatten und haben einen inneren Weg zurückzulegen, um diesen schweren Überfall richtig einzuordnen und Frucht daraus zu ziehen. Mit der Hilfe Gottes haben wir ihn beschritten!
Fortsetzung folgt!
Elija, noch in Ecuador
Mittwoch, 11. Januar 2012
Der Kampf geht weiter!
Das Ende der Initiative "Quebrar la vara del Violento" ist nun gekommen, besser gesagt die volle Konzentration meiner Person auf die Initiative. Mit Gästen, Mitarbeitern und Freunden aus Quito,Guayaquil,Loja,Cuenca, Sto. Domingo haben wir den offiziellen Abschluß der Initiative vollzogen.
Ein Jahr intensivster apostolischerTätigkeit liegt nun hinter mir und ich staune voller Dankbarkeit, wie der Herr mich durchgetragen hat! Auf ihn kann man sich wirklich ohne jegliche Absicherung verlassen und gerade in den "Durststrecken" ist Er besonders gegenwärtig.
Eine tiefe und durchtragende Erfahrung ist das grenzenlose Vertrauen, welches gegenüber Gott die richtige Antwort ist. Wie sehr hat Gott - um es menschlich auszudrücken - dieses Vertrauen verdient. Die Ewigkeit wird genug Gelegenheit schenken den Herrn ganz so zu verehren wie es ihm gebührt und unserer Erkenntnis entspricht! Doch wunderbar ist es bereits auf der irdischen Pilgerschaft damit zu beginnen!
Deshalb geht natürlich der erste Dank an Gott und die himmlische Kirche, besonders auch an die Muttergottes, welche die Initiative immer dann dynamisierte, wenn sie zu erlahmen drohte. Der Dank gilt aber auch der hl. Jeanne d' Arc und anderen Heiligen, die uns spürbar auf dem Weg begleiteten, so daß z.B. - um nur einen Aspekt herauszuheben - es keine Unfälle auf den Straßen oder in den Städten gab oder andere nennenswerte äußere Störungen bei unserer Mission vorkamen.
Unser Einblick in den himmlischen Bereich ist ja recht beschränkt, deshalb wissen wir nicht wie Gott und mit wem er es gefügt hat, daß diese Mission so fruchtbar wurde. Aber wir wissen, daß er es sehr gut gemacht hat und unser Herz ist voller Dankbarkeit.
Sichtbarer sind die konkreten Menschen, die geholfen haben. Da nenne ich die Gemeinschaft Agnus Dei und die Jemaelfamilie in Quito und Sto. Domingo, die uns durch ihr Gebet und ihr Fasten getragen haben und in diesem Jahr weitgehend auf mich verzichtet haben, denn die Mission nahm mich völlig in Anspruch. Dabei denke ich besonders an den Congo - an die noch recht junge Gründung, die sowohl in Lokoko als auch in Mbunda meine Anwesenheit sicher schätzen würde, an unsere Kinder in Mbunda die von Anfang an die Initaitive durch ihr Gebet unterstützten.
Aus der Gemeinschaft Agnus Dei und der Jemaelfamilie haben mich ja Geschwister konkret begleitet! Zunächst war es nur Marie-Elisée, deren Verdienst an der Initiative man gar nicht überschätzen kann. Sie war mir Jüngerin, Gefährtin und unermüdliche Mitarbeiterin! Trotz ihrer jungen vierundzwanzig Jahre brachte sie eine erstaunliche Übersicht und Fähigkeit zum Mitdenken und zum selbsständigen Denken mit und war mir eine sehr große Stütze. Als dann im Sommer Nicolai und Lucia hinzukamen erweiterte sich die Perspektive der Mission noch um die Musica sacra, welche in vielen Heiligen Messen erklang und dann auch in eigenen Konzerten. Noch positiv zu erwähnen ist die Hörbereitschaft und Ausdauer dieser beiden Novizen der Gemeinschaft und ihre immer bereite Haltung Gott und der Initiative zu dienen.
Was wäre die Initiative ohne Tania de Faour gewesen, die wir in Guayaquil trafen? Sie öffnete uns die Türen in diese größte Stadt Ecuadors, mit einem nie erlöschenden apostolischen Eifer und einer enormen Grozügigkeit uns in allem zu unterstützen bis hin in die materielle Dimension! Großzügigkeit ist ein Stichwort, was wir immer wieder anwenden können. Es galt für unseren Freund Miguel Orellana, der jederzeit bereit war uns mit seinem Auto irgendwo hinzufahren und der Initiative auf vielfältige Weise zu dienen, genauso wie auch für Lucette und Eduardo Romero die mit einer verblüffenden Selbstverständlichkeit uns ihr Haus in Guayaquil zur Verfügung stellten und zudem uns noch öfter mit Nahrung versorgten. Aber auch ein Padre Othmar mit seiner Gemeinschaft war grundsätzlich bereit uns monatelang aufzunehmen, wenn es dann auch die Führung Gottes anders wollte. Das gilt auch für Ana und Christian Bakker in Quito, die uns das Haus und ihren liebenswürdigen Chauffeur Angelito bereitstellen, damit wir überall hinkommen, wo wir sein sollten! Diese Großzügigkeit erlebten wir auch in anderen Städten, sei es in Cuenca mit Felix Ortega und der Familie von Odalia, in Tulcan im Priesterseminar mit Pater Renato und Pater Diego, bei Msgr.Voltolini von Portoviejo, ebenso wie bei Msgr. Montesdeocar von Macas, in Loja wo wir bei den Clarissinnen zuhause waren und von Gilbert und Mario begleitet wurden, in Machala mit Felix Galvez, Enrique, u. der Familie Montoya; noch füher im Jahr in Medellin in Colombia, wo uns die Gemeinschaft "Lazos de Amor Mariano" aufnahm und ich Exerzitien hielt und viele Columbianer für das Gebet gewinnen konnten!
Apropos Bischöfe: Es kann nicht genug gedankt werden wie sehr Bischöfe von Ecuador uns die Türe der Initiative öffneten, sei es der Vorsitzenden der ecuadorianischen Bischofkonferrenz Msgr. Arregui aus Guayaquil, die Bischöfe aus Quito- Msgr.Coba, aus Ambato, aus Tulcan, aus Sto. Domingo- Msgr.Moncayo, aus Macas- Msgr.Montesdeocar, aus Cuenca - Msgr. Cabrera aus Esmeraldas, aus Loja und viele mehr! Und auch die vielen Priester, die uns mehr als wohlwollend aufnahmen und die Gelegenheit gaben die Initiative vorzustellen. Nicht wenige unter ihnen beteten täglich das Gebet nach der Heiligen Messe. Besonders zu erwähnen ist P.Stanley vom Heiligtum der Hl.Narcisa de Jesús, der sicherlich mehr als hunderttausend Estampitas verteilt hat! Priester aus Quito und Santo Domingo; P.Bertram und P.Luis aus Guayaquil die es mit ihrer ganzen Gemeinde treu seit Anfang an gebetet haben; P. Nilo- der Generalvikar aus Babahoyo, der uns zum Priestertreffen einlud und selbst das Gebet sehr verbreitet. Die Radios sind zu erwähnen (wie z.B.Radio Maria, die vier bis fünfmal täglich das Gebet sendeten und einige Interviews mit uns sendeten)
Da sind die Zeitungen (besonders auch die größte Tageszeitung aus Guayaquil: "El Universo" die mehrmals die Initiavie veröffentlichten), TV-Stationen! Wieviel Türen wurden uns geöffnet: eine Paula Andrade und Ricardo , die einen Spot drehten, der dann in Youtube reingesetzt wurde...
Ein besonderen Dank auch an alle großzügigen Spender, die uns immer wieder mit Estampitas versorgten, seien es Privatleute wie Manolo, Druckereien wie Offset Abad und Senefelder, oder auch Stiftungen, wie die von Wilson Galarza, die uns auch noch die Hälfte unseres Equipments bezahlte. Die andere Hälfte wurde von Angehörigen der Jemaelfamilie beglichen.
Und insgesamt die liebenswürdige Bevölkerung von Ecuador, die wir für das Gebet gewinnen konnten! Unzählige Menschen, die das Gebet selbst verbreiteten und sich in den Dienst der Initiative stellten. Nicht zu vergessen, dass sich auch Menschen aus zwanzig verschiedenen Nationen an der Initiative beteiligten!
Großzügigkeit an allen Orten bis hin zu Studioaufnahmen von Oscar Heiner und Jimmy Castro aus Guayaquil, die wir finanziert bekamen und nun die "Musica sacra" in einer guten Aufnahme auf CD erklingen läßt!
Großzügigkeit: nicht zuletzt des Herrn selbst, der die kriminellen Machenschaften auf Tierra de la Paz stoppte, was allein schon das Herz mit Dankbarkeit erfüllt.
Die Auswirkungen dieser Kampagne werden erst noch zu sehen und zu spüren sein und sicher nicht sofort in Zahlen zu messen sein! Alleine, daß Menschen aus so vielen Nationen und wohl an 1 Million Menschen in Ecuador sich in diesem Gebet vereinten, ist schon in sich ein großes Zeichen des Friedens und des Glaubens. So können wir auch großzügig von Gott denken, daß er die Geschicke dieses Volkes lenken wird und dieses häßliche Angesicht der gewaltbereiten Kriminalität sich wandeln wird. Dazu ist es hilfreich das Gebet weiterzuführen und auch andere Formen der Gewalt in den Blick zu nehmen, die diese unhaltbare Situation der Kriminalität bedingen.
Gebet und Umkehr, vereinte Anstrengungen den Glauben authentisch zu leben und zu verkünden, umzusetzen was das Gebet Quebrar la vara del Violento inhaltlich sagt, das ist nun das Gegebene. Damit wird das gnadenhafte Eingreifen Gottes im Jahre 2012 zu einem dauerhaften Strom der Liebe. Und die Beter sind eingeladen weiterzugehen.
Ab dem 1. Januar 2012 startet das Gebet in Mexiko. So bitte ich einfach das Gebet weiterzubeten und nun Mexiko miteinzubeziehen. Das weitet den Blick in eine Verantwortlichkeit für ein anderes sehr zahlreiches Volk, welches furchtbar unter der Kriminalität und der Gewalt leidet.
Vertrauen wir auf den Herrn, daß er weiter eingreifen wird und haben auch Geduld, daß sich die Dinge verändern werden. Nicht von heute auf morgen, aber in der Sicherheit des Glaubens, daß unser geliebter Vater die zahlreichen Gebete, die sich zu ihm erheben und die er selbst erweckt hat, so erfüllen wird wie es seiner Weisheit entspricht!
Man möge mir verzeihen, wenn ich manche Helfer nicht benannt haben sollte. Sie sind im Herzen Gottes und auch in meinem und der Lohn wird ihnen gewiß sein!
Am 1O. Januar muss nun noch ein weiteres Kapitel geschrieben werden. Am Abend gab es einen bewaffneten Überfall auf Tierra de Paz! Diesmal waren besonders Marie-Elisée, Nicolai, Fidelis und ich betroffen! Der finanzielle Verlust war relativ gering, aber Fidelis und Nicolai wurden durch Schläge auf dem Kopf verwundet und natürlich hinterläßt es Spuren in der Seele. Wir halten an der Treue Gottes fest und haben diesen Überfall noch richtig zu verarbeiten. Deshalb keine weitere Reflektion zu diesem Zeitpunkt mit bereits einer Konsequenz allerdings: Ich bitte ab sofort die Gemeinschaft Agnus Dei und die Jemaelfamilie um die volle Fortführung des Gebets mit der Integration von Mexiko. Es scheint keine Ruhelpause zu geben in diesem Krieg!
Elija noch in Ecuador
Freitag, 30. Dezember 2011
Es ist (fast) vollbracht!
Wenige Stunden trennen uns nun vor der offiziellen Beendigung der Initiative „Quebrar la vara del violento“ im Rahmen der Wiederkunftsliturgie in der Basilika in Quito.
Der Aufenthalt in Quito ist vor allem von Aufnahmen für Radio Maria (liturgische Gebetszeiten) bestimmt und von den letzten Aktivitäten nach außen.
Sehr schön war die gesangliche Begleitung der Heiligen Messe am 25. Dezember in der Basilika in Quito und wir merkten, wie gerade der gregorianische Gesang in diese Kirchen paßt. Es ist manchmal nicht zu fassen, welche Art von Musik sich in die Gottesdienste der katholischen Kirche eingeschlichen haben! Man muß leider schon von Perversion reden … Umso mehr bin ich dankbar, daß wir mit wirklich mit der musica sacra dienen können. Auch das Konzert in Ambato war trotz Überakustik ein Geschenk, welches die Menschen sehr offen aufgenommen haben. In diesen Weihnachtstagen ergänzen wir unser Repertoire noch durch einige Weihnachtsgesänge.
Auch die Berichte in elijamission über den Schwerpunkt der diesjährige Mission werden nun bald aufhören. Von Sto. Domingo aus werde ich noch einmal eine Zusammenfassung mit zukünftiger Perspektive niederlegen und mich dann den Aufgaben zuwenden, welche der Herr für mich hat.
Schon jetzt möchte ich meinen Dank an alle Beter aussprechen, aber mit dem Endbericht abwarten bis alles zum „very end“ geführt ist.
Segen aus Quito
Elija
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