Aktuelles
Bitte zunächst die Hinführung lesen!
Donnerstag, 17. Mai 2012
Pilger aus Ecuador, zweiter Abschnitt

Nazareth, Kana, Garten der Bahai, Tabor, See von Galilea, Tauferneuerung im Jordan
Wir freuen uns über eine sehr gute und aufmerksame Truppe, welche gerne den Weg hier im Heiligen Land mitgeht und insgesamt sehr diszipliniert ist! Das macht alles leichter und es wird für die Pilger fruchtbarer.
In Nazareth waren wir diesmal bei den Nazarethschwestern untergebracht und wie üblich nahmen die Pilger an der samstäglichen Marienprozession teil.
Diesmal war die Intention die Wiederkunft des Herrn!
Marie-Elisée erklärte die verschiedenen Orte und mir blieben die geistlichen Themen. Hier konnte ich einen zunehmenden Hunger der Pilger feststellen, was sich dann besonders auf dem Berg Tabor zeigte. Dort verbrachten wir einen Tag mit Exerzitien im Schweigen und mit mehreren Ansprachen. Der Priester füllte zudem seine Heiligen Messen meist mit längeren Katechesen, so daß die Pilger wirklich viel zu hören bekamen.
Bevor wir Tabor erreichten, waren wir in Kana und erfreuten uns an der Erneuerung eines Eheversprechens zweier Pilger, die nach einer Trennung den Weg wieder zueinander gefunden hatten. Wir merkten, wie sehr dem Herrn das gefiel, so schenkte er ihnen noch einen wunderbaren Blick auf den herrlichen Garten der Bahai in Haifa, ein Ausruhmoment am blauen Meer und am Abend eine festliche Tafel auf dem Berg Tabor! Ein wahrer Hochzeitstag, auch mit natürlichen Freuden!
Nach dem Einkehrtag auf dem Berg Tabor mit zweimaliger Übernachtung, verbrachten wir den folgenden Tag unten am See von Galiläa, wieder in einem neuen Quartier direkt am See.
Am Morgen danach waren schon viele der Pilger früh am See, um in der Stille den Sonnenaufgang wahrzunehmen und einfach dort zu sein, wo sich unser Herr so oft aufgehalten hat!
Ich fühlte mich auch sehr beschenkt.
Zu meiner geistlich-intellektuellen Freude trägt viel die Lektüre von Dietrich von Hildebrand bei: "Idolkult und Gotteskult". Immer wieder kann ich feststellen, daß der Autor oft sehr präzise philosophisch das ausdrückt, was ich manchmal mehr intuitiv über manche Themen wahrnehme. Zwar muß ich manche Stellen mehrmals lesen, weil er sich einer sehr gehobenen akademischen Sprache bedient, wenn man sich jedoch darauf einläßt, wird es sehr fruchtbar.
Unser Weg der Rückkehr nach Jerusalem führte über die Taufstelle im Jordan, wo Jesus sich von Johannes dem Täufer taufen ließ. In einem sehr würdigen Akt erneuerten die meisten Pilger, einschließlich uns, die Taufe.
Schließlich kamen wir wieder in Jerusalem an!
Elija aus Jerusalem
P.S. Ich hatte die Gelegenheit die erste Halbzeit des Pokalendspiels in Nazareth zu sehen. Alle Achtung vor der jungen Dortmunder Mannschaft und einem fairen Verlierer! Hoffen wir, daß die Bayern im Europapokalendspiel am Samstag gegen Chelsea London sehr gut spielen und dann verdient gewinnen!
Samstag, 12. Mai 2012
Pilger aus Ecuador, erster Abschnitt
Nach einigen Tagen des Ankommens - nicht ohne bereits unsere russichen Juden in der Liturgie mit Pater Bernhard getroffen zu haben - kam die Pilgergruppe aus Ecuador ohne Komplikationen im Heiligen Land an.
Diesmal haben wir die Anzahl der Personen bewußt verringert, damit es leichter wird, die Gruppe geistlich zu begleiten. So sind es 21 Pilger, einschließlich Sr. Maria Magdalena, die aus Ecuador mit ins Heilige Land reiste!
Bisher geht es recht gut, wobei man natürlich immer die Unterschiedlichkeit der Pilger kennenlernen und einen Weg zu einer gewisse Einheit finden muß. Nur gut, daß dies nicht primär unsere Aufgabe ist und Gott die Menschen zusammengeführt hat.
Die Aufgaben sind klar verteilt.
Corinna hat die materielle Situation im Auge, wobei wir diesmal etwas mehr entlastet sind durch die Wahl anderer Häuser.
Marie-Elisée vermittelt die historischen und kulturellen Aspekte und dient mit den Übersetzungen und mancher Vermittlung zwischen den Pilgern.
Pater Angel erweist sich als ein eifriger und verantwortlicher Priester, der gerne predigt, zur Beichte hinführt und natürlich die Heiligen Messen zelebriert.
Meine Aufgabe ist es vor allem, die geistlichen Impulse durch Ansprachen zu setzen.
Die ersten Stationen waren Jerusalem und Bethlehem, bevor wir
am Freitag, den 11.5. nach Nazareth aufbrachen und den Weg über Bethanien und Jericho mit den jeweiligen Heiligen Orten wählten.
Natürlich gab es auch schon die eine oder andere Schwierigkeit zu bewältigen und wir haben verstanden, uns in Zukunft noch besser vorzubereiten, indem wir uns z.B. vergewissern, ob die Busfahrer wirklich die richtigen Wege kennen. Aber der Herr hat aus den einigermaßen ertragenen Widrigkeiten Besseres entstehen lassen!
Die Gruppe ist sehr unterschiedlich und bei einem Rundgespräch kamen viele Dinge auf den Tisch, die noch tiefer von Gott berührt werden sollten. Es sind Anfänger auf dem Weg dabei, solche, die eine weitere Vertiefung brauchen, verletzte Menschen, anspruchslose oder anspruchsvolle Charaktere usw. Doch alle sind bisher bereit, sich in eine von uns gegebene Ordung einzufügen oder es wenigstens zu versuchen.
Meine Themen bisher waren den jeweiligen Orten angepaßt.
Das Weinen Jesu auf Dominus Flevit mit der Betrachtung der "Stunde der Gnade", das Kommen des Heiligen Geistes auf Hagia Zion, der Wert des "freien Gehorsam" als geistliche Wegführung im Sinne des Hörens auf Gott bei der hl. Mirjam von Abellin in Bethlehem, der "Geist der Freundschaft mit Gott" in Bethanien, über Versuchungen auf dem "Berg der Versuchung" bei Jericho, und heute morgen Reflexionen über das Ereignis der Verkündigung durch den Engel an die Jungfrau Maria.
Nicht vergessen habe ich, daß heute abend das deutsche Pokalendspiel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München ist. Gerne würde ich es mir irgendwo anschauen, wenn der Herr einverstanden ist und ich die Zeit nicht besser nutzen soll. Falls Juan die Zeilen liest, möge er mir bitte verzeihen, daß ich die Dortmunder favorisiere. Sie spielen einfach einen hervorragenden frischen Fußball derzeit!
Dankbar bin ich für mehr Zeit zum Gebet und auch etwas zum Studium. Da stoße ich auf die scharfe Beobachtungsgabe von Dietrich von Hildebrand, von der man immer etwas dazu lernen kann. Diesmal kümmere ich mich u.a. um Aspekte der Liturgie, welche sehr hilfreich sind!
Soweit aus Nazareth, wo mir Corinna und Marie-Elisée viel abnehmen, so daß ich z.B. diese Zeilen niederlegen kann!
Elija aus Nazareth
Samstag, 5. Mai 2012
Abschluß in Deutschland - Jerusalem
Inzwischen bin ich bereits in Jerusalem angekommen, wo wir Dienstag die erste Pilgergruppe aus Ecuador erwarten.
Marie-Elisée begleitet mich im Dienst für die Übersetzung und in der Übernahme der Erklärung der kulturellen Aspekte dieser Pilgerreise.
Zuvor gab es am 1. Mai zur Eröffnung der Wallfahrt auf dem Frauenberg im Anschluß an die Heilige Messe ein sehr schönes Konzert unseres "El pequenio Coro", welches die Menschen sehr berührte. Ich freue mich, daß nun auch in Deutschland diese sakrale Musik aus den verschiedenen Erdteilen und Kulturen gehört wird.
Wir werden weiter sehr darauf achten, diese wunderbaren Schätze der Völker sammeln. In einer Anlehnung an eine Anekdote, die vom russischen Zaren erzählt wird, daß er seine Boten aussandte, um die schönste Liturgie zu finden, sagte ich Nicolai und Lucia, daß ich sie sende, die schönsten Gesänge zu finden.
Übrigens hatten sich der Zar - um der Anektode zu folgen - für die byzantinische Liturgie entschieden, welche die Boten in Konstantinopel erlebten. Das ist für mich sehr verständlich!
Apropos Musik: Es gab einen besonderer Willkommensgruß am Sabbathabend in der großen Synagoge: einen Chor mit sechzig wunderbaren Sängern zu erleben, die aus drei Städten Israels zusammenkamen!
Samstag, 21. April 2012
Unterwegs nach Deutschland
Nach einem sehr schönen Abschluß mit kontemplativen Schwestern der Johannesgemeinschaft in Vilnius haben wir mit unserem repariertem Auto die Heimreise angetreten. Dankbar schauen wir - mit einigen Erkenntnissen versehen - auf die fruchtbare Baltikumreise zurück!
Elija, on the road again!
Freitag, 20. April 2012
Lietuva
Nun sind wir schon fast am Ende unserer Baltikumreise angekommen. Derzeit müssen wir uns jedoch mit einer Autopanne beschäftigen, von der wir noch nicht wissen, wie ernst sie ist. Wir vertrauen und werden sehen ....
Nach unserer zeitigen Ankunft in Vilnius sangen wir vom Samstag auf Sonntag in der Barmherzigkeitskirche die Wiederkunftsliturgie. Die Intention war für mich diesmal, daß die Botschaft der Barmherzigkeit richtig verstanden wird. Ein Hintergrund für diese Intention war, daß in Österreich Kardinal Schönborn einem Homosexuellen erlaubt hat, seiner Wahl in den Pfarrgemeinderat zu folgen, obwohl die homosexuelle Lebensweise eigentlich ein solches Amt nicht gestattet. Aus meiner Sicht eine falsche Entscheidung und nicht mit wirklicher Barmherzigkeit zu begründen.
Die Wiederkunftsliturgie wurde wieder in verschiedenen Sprachen gesungen. Diesmal waren es zehn Sprachen und zehn Personen die sangen. Zwischendurch präsentierten der "El pequeno Coro" einige Gesänge aus dem Konzertrepertoire.
Die Anlage diente sehr gut und erleichterte den Gesang. Ein wirklich wunderbares Geschenk aus Ecuador.
Als wir zur Probe einige der liturgische Lieder sangen, kam der Pfarrer der Kirche auf uns zu und war sehr angetan von den Gesängen. So fragte er uns, ob wir am nächsten Tag die Hauptmesse mit dem Kardinal singen würden. Das war eine große Ehre für uns und der Gesang war wirklich sehr himmlisch!
Es schloß sich am frühen Abend noch unser Konzert an zu dem viele Menschen kamen und sehr berührt wurden!
Inzwischen machen wir die Erfahrung, daß meistens unsere CDs nicht ausreichen. Nach den Konzerten sind die Menschen sehr froh, eine CD mitnehmen zu können und wir mußten nachproduzieren!
Am Dienstag dann gab es die Begleitung der Heiligen Messe und ein Konzert in der Kirche der Johannesbrüder. Auch hier kamen viele Menschen, ebenso wie bei dem Konzert am Donnerstag in der Kasimirkirche. Die Menschen hier sind wirklich sehr aufnahmebereit. Am Dienstag war nach dem Konzert noch ein Gesprächskreis und ich sagte manches über die Musica Sacra und über die Gemeinschaft.
Ein Höhepunkt für uns war die erneute Teilnahme an der byzantinischen Liturgie im "Heilig-Geist Kloster". Wieder waren es ein Frauen- und ein Männerchor, die wunderbar sangen und unsere Liebe zur byzantinischen Liturgie wurde weiter vertieft. Ein wirklicher Vorgeschmack des Himmels: die Russen singen einfach wunderbar!
Elija, noch in Vilnius





